Mit der Erlaubnis zur Teilnahme am Amateurfunk (Rufzeichen DO3BQ und DB3HB) sind wir in der Lage, in Not- und Katastrophenfällen die Behörden und Hilfsorganisationen zu unterstützen bzw. selbst unter Zuhilfenahme der Funktechnik tätig zu werden. Eine ärztlich besetzte Notfunkstelle zu etablieren ist unser Ziel. Das Projekt befindet sich zur Zeit im Aufbau. Auf dieser Seite werden wir Sie über den Stand der Dinge und die Möglichkeiten, die wir entwickeln, unterrichten.

Was ist Notfunk? In verschiedenen Organisationen haben sich interessierte Amateurfunker zusammen getan, um ihr Wisssen, ihre Technik und ihre Hilfsbereitschaft in Katastrophenfällen einzubringen. Kompliziert wird die Lage vor allem dann, wenn durch Extremwetterlagen oder Naturkatastrophen die Stromversorgung zusammen bricht. Dann erlischt leider auch die Kommunikation, und zwar sowohl Festnetz-Telefon, Mobiltelefon und Internet. Sogar Behörden und Hilfsorganisationen, die über eine eigene Funktechnik (BOS-Funk) verfügen, können dann unter Umständen nicht mehr kommunizieren. Engagierte Notfunk-Amateure springen dann ein und stellen mit Notstromversorgung und Notfunk-Ausrüstung die Kommunikation zur Außenwelt her. Die Szenarien und die damit verbundenen Abläufe werden regelmäßig trainiert, Ausrüstung und Know-how werden ständig verbessert. In der Hoffnung, daß man es nie braucht, wird trotzdem alles vorgehalten, um im Fall des Falles zum Wohl der Allgemeinheit das Hobby einbringen und wertvolle Hilfe leisten zu können. Wir haben uns mit beiden Rufzeichen dem DARC und dem Notfunk Deutschland e.V. angeschlossen.

Unsere Vision: Notfunk und ärztliche Tätigkeit im Notfall miteinander so verknüpfen, so daß auch schwierigste Situationen bewältigt werden können. Dazu wollen wir nicht nur die Funktechnik und einen Arztkoffer einsetzen, wir haben noch ein paar Schritte weiter gedacht. Wir stoßen an die nächste Grenze dort, wo der erste Baum über der Straße liegt und im Dorf dahinter ein Mensch medizinische Hilfe braucht. Auch mit einem SUV oder mit einem Traktor wird man nicht umhin kommen darauf zu warten, bis die Gegend einigermaßen befahrbar ist. Jedoch kommen wir mit einem Pferd unter Umständen sehr viel schneller ans Ziel. Für die kommenden Monate planen wir deshalb die Anschaffung und Ausbildung eines „Rettungspferdes“, mit dem wir in jeder Situation und unabhängig vom Zustand von Straßen und Wegen mobil sein können, wenn ärztliche Hilfe in einem Katastrophengebiet gebraucht wird. Mittels unserer Notfunk-Technik können wir auch unter diesen Gegebenheiten den Kontakt zu Einsatzleitern halten. Zusätzlich haben wir eine Rettungshündin, ausgebildet in der Flächensuche, die uns dort unterstützen kann, wo vermisste Personen aufgefunden werden müssen. Mit diesem Konzept möchten wir unsere Hobbies – Amateurfunk, Pferde und Hunde – so sinnvoll mit dem Arztberuf kombinieren, daß wir im Fall des Falles, wenn nichts mehr geht, immer noch Hilfe leisten können.